„Gigi“ – der Wunderwuzzi

„Gigi“ – der Wunderwuzzi

Die sympathische Ex-Profi aus Rumänien ist wieder zurück im Geschäft. Im Frühjahr wird er in Breitenbrunn das Sagen haben.

Langjähriger Kontakt mit Verein
Als die Verantwortlichen des SC Breitenbrunn auf der Suche nach einem neuen Trainer waren, hatten nicht viele Gigel Ileana auf dem Zettel. Der Ex-Profi aber kennt die Liga bestens und hat in der Vergangenheit immer wieder Kontakt mit dem II. Liga Nord-Klub gepflegt. So haben die beiden Parteien letztlich zueinander gefunden. „Ich hatte über Jahre hinweg immer Kontakt mit Breitenbrunn. Es hat sich dann so ergeben, da der Verein einen erfahrenen Trainer, der die Liga kennt, wollte“, erzählt Ileana.

An der Entscheidung änderte auch die momentane Situation nichts. Immerhin steckt man doch irgendwie im Abstiegskampf – keine leichte Aufgabe also. „Nach einem guten Gespräch war schnell klar, dass ich mich der Herausforderung stellen will. Ich bin zwar kein Zauberer, aber ich packe solche Aufgaben gerne an und mit harter Arbeit ist alles möglich. Von nichts kommt nichts“, weiß Ileana, wo er in der Vorbereitung ansetzen will.

„Wir wollen alles geben“
In seiner schillernden Karriere hat Ileana definitiv schon einiges erlebt. In jüngerer Vergangenheit zählen u.a. der Meistertitel mit St. Georgen oder der Aufstieg mit Oslip oder der 5:1-Sieg mit Neufeld gegen Gols zu den positivsten Erlebnissen. Ähnliche Erfolge wird es mit Breitenbrunn wohl in nächster Zeit nicht geben – dennoch will Ileana auch mit Breitenbrunn tolle Momente haben. Dies gelingt aber nur dann, wenn er die Mannschaft wachsen sehe und diese am Training sichtlich Spaß hat. „Dann können wir auch den Zusehern etwas bieten. Jedenfalls wollen wir aber zeigen, dass wir stets alles gegeben haben“, duldet Ileana nur bedingungslosen Einsatz.

Der Profi, der sich selbstständig gemacht hat
Dieser Einsatz war auch schon zu seinen besten Zeiten als Profi gefragt, als er viel von der Welt gesehen habe. „Es war eine meiner schönsten Zeiten im Leben“, blickt Ileana zurück. Vor allem das Gefühl, auf den Platz zu gehen und bejubelt oder auch ausgepfiffen zu werden, vermisst der „Wunderwuzzi“ immer noch. „Die Atmosphäre war einzigartig“, strahlt Ileana. Die Kehrseite seiner Karriere war meist die Rückkehr aus dem Urlaub, da er meist auch zu viele Pfunde zum Trainingsauftakt mitbrachte. „Ich musste immer Strafe zahlen. Einmal hatte ich 4 kg zu viel – meine Mutter war und ist noch immer eine Spitzenköchin – und musste eine sehr hohe Strafe zahlen“, kann Ileana mittlerweile darüber lachen.

Lachen kann der Ex-Zauberer auch noch mit seinen Ex-Kollegen, die er regelmäßig bei einem „kleinen Kick“ trifft. „Wir spielen regelmäßig in Sopron mit der Seniorenmannschaft“, so Ileana. Zudem pflegt er weiterhin Kontakt mit den Ex-Kameraden Hagi, Filipescu oder Matinca, die teilweise als Trainer aktiv sind. Diesen Weg hat Ileana nicht eingeschlagen, denn er hat sich 2004 selbständig gemacht und „Gigi Sport“ eröffnet. Auch heute noch sieht er diesen Schritt als den richtigen an: „Ich mag es, wenn man Verantwortung trägt. Zudem habe ich regelmäßig Kontakt mit Kunden und bin weiter im Fußballgeschäft vertreten.“ (Quelle: fanreport)