Kein Derbysieger

Kein Derbysieger

Die Breitenbrunner lagen lange Zeit auf Siegeskurs. Am Ende sorgte ein „unglücklicher“ Elfer für eine Punkteteilung in Winden.

Ausschluss der einzige Aufreger

Im Topspiel der Runde empfingen die Windener den Tabellenführer aus Breitenbrunn. Vor der Saison hätte man die Rollen eher umgekehrt gesehen, doch im Fußball ist alles möglich. Bei herbstlicher Witterung legten beide Teams wie erwartet los: Die Gäste standen tief und kompakt – die Hausherren versuchten es mit ihrem Kombinationsspiel. „Das Spiel verlief weitgehend ausgeglichen“, so Breitenbrunns Trainer Rainprecht. Anfangs sorgten lediglich Weitschüsse von Pimpel oder Haider für Gefahr. Bei den Gästen war es ein Distanzversuch von Tomis. Bei den Versuchen blieb es aber.

Die wohl beste Chance im ersten Durchgang fand der aufgerückte Weigl vor, der nach einem Tomis-Corner die Kugel per Kopf aus rund 7 Metern neben das Tor setzte (25.). „Ansonsten standen wir in der Defensive auch gut“, stellte Windens Trainer Porics fest. Bei den Hausherren kam letztlich der letzte Pass nie wirklich an, weshalb man auch keine richtige Topchance vorfand.
Der große „Aufreger“ trug sich in der 45. Minute zu, als Cadek und Hybsky aneinander gerieten. Der Windener sah Gelb, der Breitenbrunner Rot. Folgendes steht im Bericht des Schiedsrichters: „Das Geschehen befand sich auf der halblinken Seite. Der Ball wurde ins Out befördert zum Einwurf. Der Spieler des Gästevereins lief Richtung einwerfendem Spieler um sich anzubieten. Der Spieler mit des Heimvereins mit der Nr. 6 zog diesen am Trikot und es kam auch zum Kontakt mit den Beinen. Der Spieler des Gästevereins mit der Nr. 17 protestiere lautstark und lief 2-3m zurück und verpasste dem heimischen Spieler einen Hieb mit dem Knie auf den Oberschenkel des heimischen Spielers. Ich zeigte dem Spieler des Gästevereins wegen einer klaren Tätlichkeit eine rote Karte und dem heimischen Spieler die gelbe Karte wegen des vorangegangen Fouls.“
Nun ja, hier sieht man wie es wirklich war (Foulszene bei Minute 31:45): https://www.youtube.com/watch?v=BUwBV8SpB-U.
Jetzt stellt sich natütlich die Frage warum der Schiedsrichter falsche Angaben gemacht hat? Hat er die Szene überhaupt gesehen? Und wo bitte war hier ein Einwurf? Hybsky rutscht weg, schlägt auf den vorbeilaufenden Cadek hin (ganz klar zu sehen!!), dieser revanchiert sich und sieht zu Recht rot – aber warum bekommt der Windener Spieler „aufgrund eines vorangegangenen Fouls die gelbe Karte“? Tätlichkeit ist Tätlichkeit – und diese wurde von beiden begangen, vom heimischen Spieler sogar zuerst!!
Das ironische an der Geschichte ist zusätzlich noch, dass es nach dieser Aktion Freistoß für Winden gab!

In der zweiten Halbzeit waren die Windener um das Spielerische bemüht. Breitenbrunn stand dagegen noch kompakter – mit einem Mann weniger quasi „logisch“. Man lauerte auf Konter, was auch erfolgreich war. Nach einem Windener Corner geht die Post ab. Pötsch spielt die Kugel vor dem 16er quer und Fischer gibt zur Mitte. Plötzlich stand Peter Styvar „blank“ und schoss ins lange Eck zum 0:1 ein. „Danach haben einen Angriff nach dem anderen gestartet, doch Breitenbrunn rührte Beton an“, so Porics.

Die Windener Viererkette wurde aufgelöst, um noch mehr für die Offensive zu tun. Dennoch hatte man Glück, dass die Gäste nicht den zweiten Treffer erzielten. Nach einem Pötsch-Freistoß köpft Umathum die Kugel an die Stange (65.). Auf der anderen Seite verzieht Hybsky aus rund 12 Metern vor dem Tor (71.). Fischer köpft nach Styvar-Flanke zu schwach und zögert nach Pötsch-Vorlage zu lange. Als man sich schon mit einem Breitenbrunner Derbysieg „abfand“, kamen die Hausherren doch noch zum Ausgleich: Tröstl sprang der Ball nach einem Schuss an die Hand -eine sehr unglückliche Situation aber Regel ist Regel und deshalb Elfmeter.  Mit mehr Glück als Verstand wurde dieser verwandelt, auch weil Keeper Bischof, der im richtigen Eck war, Pech hatte und ihm der Ball unter dem Körper durchrutschte.

Fazit: Die Windner machen einen glücklichen Punkt aus einem Elfmeter, der von einem Spieler verwandelt wurde, der bereits längst unter der Dusche hätte sein müssen (siehe Bericht und Videobeweis oben).