Unbelohnte Aufholjagd

Unbelohnte Aufholjagd

Die Seewinkler geben beinahe eine schon gewonnen geglaubte Partie noch aus der Hand. Am Ende bringt Zwickl die drei Punkte in trockene Tücher.

Zwickl bringt Gäste in Führung
Die Breitenbrunner traten wieder einmal mit dem letzten Aufgebot auf und dennoch fand Trainer Rainprecht einmal mehr ein taktisches „Wundermittel“. So waren die Hausherren gut eingestellt und machten die Räume eng. Lediglich Zwickl kam zwei Mal zum Schuss (15., 18.), wo Keeper Bischof seinen Mann stand. Nach 21 Minuten mussten die Hausherren auch noch den verletzungsbedingten Ausfall von Weigl verkraften – die Konzentration auf die Defensive blieb aber aufrecht.

Dann klärte Tröstl einen Wieger-Abschluss für den bereits geschlagenen Keeper Bischof auf der Linie. Wenig später war es dann so weit: Haider flankt zur Mitte und Thomas Zwickl köpft die Kugel sehenswert ins Netz – 0:1. „Leider hat die Zuordnung da nicht gepasst“, so Breitenbrunns Trainer Rainprecht. Dann versuchte es Zeiss mit einem Schuss, wo er besser auf Styvar aufspielen hätte können. Ansonsten aber waren die Offensivaktionen des Herbstmeisters dünn gesät. Zahlreich streute dagegen der Unparteiische seine gelben Karten, obwohl die Partie von beiden Seiten weder gehässig noch unfair geführt wurde.

„Geile“ zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel setzte zuerst Skripec einen Kopfball über das Tor. Dann wurde ein Treffer vom Legionär aberkannt – der Grund war aus Sicht der Illmitzer ein unerfindlicher. Wenig später aber machten sich die Einwechslungen der Gäste bezahlt. Wolfgang Gmoser trat zum Freistoß an und versenkte die Kugel zum 0:2. Damit schien die Partie in Breitenbrunn gelaufen – falsch gedacht. „Zu diesem Zeitpunkt hat wohl niemand mehr geglaubt, dass die Partie nicht gelaufen ist“, so Illmitz‘ Trainer Ziniel.

Denn inmitten des Illmitzer Jubels fand ein langer Tröstl-Ball über Horvath den Weg zu Philipp Neher, der den Turbo zündete und die Kugel zum 1:2 ins Netz schob. Plötzlich waren die Hausherren wieder im Spiel und die Gäste „wankten“. Die Hausherren spielten nun mutiger nach vorne und waren durch Neher und Umathum dem Ausgleich auch nahe gekommen. Dieser gelang Neher dann aber per Freistoß, den er sehenswert in den Giebel schoss – 2:2. „Wir haben die Ruhe bewahrt und sind noch einmal in die Gänge gekommen“, so Ziniel. Nachdem die Gäste in zwei Aktionen dem dritten Treffer nahe waren, war es einmal mehr Knipser Zwickl, der für die Entscheidung sorgte. Nach einem langen Ball waren sich Cadek und Tröstl uneinig, wodurch Zwickl vor dem Breitnebrunner Keeper auftauchte und zum umjubelten Siegestreffer einschoss – 2:3. Da Moros Schuss nach einem kurz abgewehrten Corner noch geblockt wurde, war der Illmitzer Sieg endgültig in trockenen Tüchern.

Fazit: Breitenbrunn hält trotz personeller Probleme dagegen und schafft noch ein Comeback. Illmitz bewahrte einen kühlen Kopf und schlug im Finish noch einmal zu.